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Mit Augenmaß

August 19, 2014

In einer Strafsache wurde dem Mandanten vorgeworfen, an einem Abend mit Betäubungsmitteln (Amphetaminen) gehandelt zu haben. Der Mandant war an dem Abend ausgesprochen betrunken gewesen, konnte sich an den Ablauf selbst kaum noch erinnern und es war zumindest möglich, daß er die Betäubungsmittel „nur“ zum Eigenverbrauch besessen hatte, mithin keine Verkaufsabsicht hatte.

Auch wurde in der Hauptverhandlung deutlich, daß es zur Einwirkung auf den Mandanten keiner Verurteilung mehr bedurfte.

Entsprechend erfreulich ist es, wenn Gericht und Staatsanwaltschaft in einer solchen Situation nicht unbeirrt an dem zuvor erlassenen Strafbefehl festhalten, sondern sich bereit finden, das Verfahren gegen eine Geldauflage einzustellen.

Der Mandant, der nun keine Eintragung im Bundeszentralregister erhält, weiß dies zu schätzen und machte nicht den Eindruck, jemals wieder unerlaubt zu Betäubungsmitteln greifen zu werden.

RA Müller

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2 Kommentare

  1. Wie wird denn deutlich, dass es keine Verurteilung mehr braucht? Gut gespiele Reue?


    • Deutliche Änderungen im Lebenswandel 🙂



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