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Was, echt…?

September 18, 2014

In einer Sorgerechtssache ließ das Gericht ein unabhängiges Sachverständigengutachten einholen. Die Antragstellerin – zu deren Ungunsten dieses Gutachten ausging – ließ ein weiteres (Privat-)Gutachten einholen, welches insbesondere die Methodik des „Erst-„Gutachtens kritisieren sollte. Naja, wes Brot ich ess… Und so sucht dieser zweite Gutachter auch an der hinterletzten Stelle nach angeblichen „Fehlern“.

Wie verzweifelt der zweite Gutachter möglicherweise gewesen ist, ergibt sich schon daraus, dass er meinte in diesem umfangreichen Zweitgutachten – welches, dies am Rande, vor Allgemeinplätzen und unsubstantiierten Behauptungen nur so strotzt  – gleich zweimal den unabhängigen Gutachter über Folgendes belehren zu müssen:

„Auch sollte der Gutachter Dr. … zur Kenntnis nehmen, dass es sich bei dem von ihm mehrfach zitierten Palandt um Herrn Otto Palandt handelt, welcher bereits 1951 verstorben ist.“

Es ist schon mutig, damit letztlich auch den Familienrichter und die beteiligten Anwälte für so blöd zu halten…

RA Klenner

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2 Kommentare

  1. Autsch. Das tut schon wirklich – fast – weh… obwohl ich hier auch schon einige Gutachten auf dem Tisch hatte, bei denen ich an der Methodik doch arg zweifeln musste… 😉


  2. Dass das (Privat-)Gutachten so miserabel zu sein scheint, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass das Erstgutachten zum richtigen Ergebnis kommt. Gerade familien-psychologische Gutachten halten häufig nicht das, für was sie eingeholt werden.



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