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Nicht erwischen lassen!

Oktober 21, 2014

Jedem Strafverteidiger wird im Rahmen seiner Laufbahn eine Vielfalt an Formulierungen begegnen, mit denen Zeugen oder Beschuldigte in einem Strafverfahren belehrt werden. Die Palette reicht von der ausgesprochen sorgfältigen über die leicht fragwürdige bis hin zur indiskutablen Belehrung. Gerade in dem letztgenannten Fall, in welchem eine sogenannte qualifizierte Belehrung erforderlich war, kommt es leicht zu Fehlern bei der ordnungsgemäßen Belehrung.

Kürzlich durfte ich in einem Vernehmungsprotokoll ein besonders schönes Exemplar einer Belehrung bewundern:

„Der Zeuge wurde darauf hingewiesen, daß er sich strafbar macht, wenn er beim Lügen erwischt wird.“

Welche Konsequenz der Zeuge daraus wohl gezogen hat? Sollte er nicht lügen oder sich nicht erwischen lassen? 😉

RA Müller

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