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Und da waren es nur noch…

Mai 27, 2015

Die Verhandlung in einer Strafsache begann raumfordernd. In dem kleinen Amtsgerichts-„Saal“ wurden neben dem Berufsrichter, zwei Schöffen, der Vertreterin der Staatsanwaltschaft und der Protokollführerin fünf Angeklagte, sechs Verteidiger, eine Vertreterin der Jugendgerichtshilfe, ein Nebenkläger sowie dessen Anwalt erwartet.

Der Anwalt des Nebenklägers erschien gar nicht erst. Der Nebenkläger selbst wollte nur als Zeuge gehört werden, selbst indes nicht weiter an der Verhandlung teilnehmen.

Nach zwei Stunden, die überwiegend mit Rechtsgesprächen verbracht wurden, wurde das Verfahren gegen einen der Angeklagten zur späteren Verhandlung abgetrennt, so daß er und sein Verteidiger den Saal wieder verlassen durften.

Etwas später wurde das Verfahren gegen zwei weitere Angeklagte abgetrennt.

Dann stiegen wir endlich in die Beweisaufnahme ein und die ersten Zeugen wurden gehört … bis ca. eine Stunde später dann auch das Verfahren gegen meinen Mandanten abgetrennt wurde.

Von fünf Angeklagten und sechs Verteidigern blieben letztlich nur ein Angeklagter und sein Verteidiger zurück. So schnell können sich die Reihen in einem auf mehrere Verhandlungstage angesetzten Prozeß lichten.

RA Müller

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