h1

Jederzeit erreichbar

August 18, 2015

Der Mandant hat mich beauftragt, ihn in einem laufenden Strafverfahren zu vertreten.

Zwischenzeitlich hat er mir die hierfür benötigten Unterlagen zukommen lassen. Beigefügt war ein handschriftlich verfaßtes Anschreiben, welches einige Anmerkungen zu dem laufenden Verfahren enthält. Ich möge bitte Akteneinsicht beantragen, um den Akteninhalt hernach mit ihm zu besprechen.

Weiter wies der Mandant mich in dem Anschreiben darauf hin, daß er sich nun für lange Zeit im Ausland aufhalten werde. DIes sei aber gar kein Problem. Ich könne ihn jederzeit über sein Mobiltelefon erreichen.

Dumm nur, daß der Mandant seine Telefonnummer nicht mitgeteilt hat…

RA Müller

Advertisements

One comment

  1. Ein Mandant kommt zu mir in die Kanzlei. Er teilt mir keine Telefonnummer mit. Irgendwann gibt mir seine Handynummer. Kurz darauf ist das Handy aber kaputt. Festnetz oder E-Mail hat er nicht.

    Auf eine gerichtliche Verfügung hin schreibe ich den Mandanten einen Brief mit der Bitte um schnellstmögliche Rückmeldung. Was macht der Mandant? Gibt im Sekretariat einen Brief ab, in dem er schreibt, dass er das „Amtsdeutsch“ nicht verstehe. Ruft er an? Nein. Bittet er um eine Besprechung? Nein. Also geht nun der nächste Brief an ihn raus. Und die vom Gericht gesetzte Äußerungsfrist wird immer kürzer.

    Es ist übrigens ein Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz.



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: