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Noch einmal wollen Sie in der Sache nicht kommen, oder?

September 4, 2015

Meinem Mandanten wurde eine Verkehrsordnungswidrigkeit vorgeworfen. Die Sanktion war nicht dramatisch. Das Gerechtigkeitsempfinden des Mandanten wurde durch den gegen ihn erlassenen Bußgeldbescheid allerdings tief getroffen.

Die Beweislage war mißlicherweise alles andere als günstig. Der Gegner hatte Vorfahrt gehabt, wobei der Mandant darauf verwies, daß der Gegner (viel) zu schnell gefahren sein müsse. Zum Gerichtstermin waren der Gegner und dessen Beifahrer als Zeugen geladen. Dem Mandanten standen keine Zeugen zur Seite.

Überraschend erschienen im ersten Termin beide „feindlichen“ Zeugen nicht.

Es kam zum zweiten Termin. Erneut erschienen beide Zeugen nicht, so daß sie mit einem merklichen Ordnungsgeld bedacht wurden. Daraufhin sah mich der Richter an:

„Einstellung auf Kosten der Staatskasse? Ich kann mir nicht vorstellen, daß Sie in dieser Sache unbedingt noch einmal kommen wollen, oder?“ 

Es könnte bei der Entscheidungsfindung geholfen haben, daß der Unfallgegner verkehrsrechtlich kein unbeschriebenes Blatt war.

RA Müller

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