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Hausgemachte Konkurrenz?

Mai 2, 2016

Gelegentlich erhält man von Versicherern in Unfallsachen die Nachricht, daß der eingereichte Kostenvoranschlag überteuert sei. Es stehe eine günstigere Werkstatt zur Verfügung, die gleichwohl höchsten Qualitätsansprüchen genüge, einen Hol- und Bringservice anbiete, Originalersatzteile verwende etc.

Unabhängig von der Frage, inwieweit man an solche Vorgaben gebunden ist, landete mir heute ein besonders skurriles Schreiben der Gegenseite auf dem Schreibtisch. Auch darin verweist der Versicherer den Mandanten auf einen günstigeren Fachbetrieb, wobei der Versicherer hierbei die jeweiligen Kosten aus dem Kostenvoranschlag den Kosten, die der günstigere Betrieb in Rechnung stelle, gegenübergestellt hat.

Bemerkenswert war, daß der eingereichte Kostenvoranschlag von eben diesem Betrieb erstellt worden war. Sollte die Werkstatt also in Konkurrenz zu sich selbst treten? Sollte der Mandant lieber dort den Reparaturauftrag erteilen als … nun … eben dort?

Der Hintergrund der Kostenaufstellung des Versicherers (veraltete Preise? Partnerwerkstatt des Versicherers?) wird ungeklärt bleiben. Auf meinen entsprechenden Anruf bei dem Versicherer hin beeilte man sich, mir zu versichern, daß nun auch der Restbetrag ausgezahlt wird.

RA Müller

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