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Plan und Realität

Juli 21, 2016

Nicht jeder Plan übersteht die Konfrontation mit der Realität. In einer Strafsache war für den ersten Verhandlungstag geplant, sich am Vormittag nach Verlesung der Anklageschrift mit den Einlassungen der Angeklagten zu befassen, nachdem jedenfalls ein Angeklagter eine Einlassung angekündigt hatte, um dann im Laufe des Nachmittags noch mehrere Zeugen anzuhören.

Soweit zur Planung.

Nicht eingeplant war, daß die Staatsanwaltschaft dem Gericht vor der Verhandlung noch einen ganzen Stapel an Unterlagen überreichte. Das Gericht konnte  hierzu nur mitteilen, noch keine Gelegenheit gehabt zu haben, die Unterlagen zu sichten. Die Verteidigung wurde im Termin von den neuen Unterlagen informiert und hatte entsprechend auch keine Kenntnis von deren Inhalt. Dabei hatte die Staatsanwaltschaft 10 Tage vor dem Verhandlungsauftakt schon einmal verschiedene Unterlagen nachgereicht, welche der Polizei allerdings wohl bereits geraume Zeit vorgelegen hatten.

Die Hauptverhandlung währte dann gleichwohl mehr als zwei Stunden, bevor sie nach Verlesung der Anklageschrift auf Antrag der Verteidigung unterbrochen wurde, so daß nun alle Beteiligten Gelegenheit haben, sich mit den neuen Unterlagen zu befassen.

RA Müller

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